BOOSTR-Bilder erzählen von Menschen. Die kreative Konzeption dieser Geschichten sowie deren Vermittlung durch Bilder sind Gegenstand meines spannenden Praktikums. Gerne nehme ich euch mit auf den spielerischen Entstehungsprozess einer persönlichen Fotoserie, für die wir drei Mitarbeitende von open up an ihrem jeweiligen Lieblingsort in und um Zürich ablichten. BOOSTR begleitet open up, eine Agentur für Kommunikation und PR, bereits seit Sommer 2015 fotografisch. Das Headerbild dieses Beitrags stammt ebenfalls aus einem der Shootings und wurde von BOOSTR aufgenommen. Es ist auf der Website von open up zu sehen und steht sinnbildlich für die gelungene visuelle Zusammenarbeit.

Text: Lisa Schlenker aka Lili

Making-of-Fotos: Serpil Mallaun und Lili

Originale Bilder: Markus Mallaun

Urbanes Fotoshooting mit Zippora

Ich treffe Zippora und Markus mitten in Zürich am sonnigen Turbinenplatz. Von dort aus begeben wir uns auf einen ästhetischen Spaziergang rund um den Prime Tower, wobei Markus in dieser urbanen Umgebung sofort viele eindrückliche Schauplätze findet. Für mich ist es das erste Outdoor-Shooting und insofern eine neue Lernsituation als Praktikantin. Markus erklärt mir, wie er eine von der Sonne beleuchtete Betonwand als Reflektor verwendet, architektonische Symmetrien für die Bildkomposition nutzt und sorgsam mit empfindlichen Kameralinsen umgeht. Auf dem Dach des Parkhauses Pfingstweid fotografieren wir Zippora on top of the world: Umgeben von Mauern mit Graffiti hebt sie sich als Protagonistin vor dem städtischen Hintergrund ab, wobei sowohl der weiss-rote Kamin als auch der Prime Tower prominente optische Elemente bilden.

Inszenierte Natürlichkeit: Das Shooting mit Marie

Marie treffen wir, das ganze BOOSTR-Team, im lebhaften Kreis 3 im Tillsamman. Das Restaurant mit schwedischem Einfluss ist zu dieser Zeit am frühen Nachmittag geschlossen – so haben wir viel Spielraum für die kreative Bildgestaltung. Wie bei Zippora kommt auch hier die Nikon Kamera zum Einsatz. Dank der Fensterfront gibt es im Innenraum des Restaurants viel Tageslicht. Marie positioniert sich spielerisch einmal lesend am Tisch, kontemplierend auf dem Sofa oder neugierig an der Naschtheke. Diese ist eine Besonderheit des Tillsamman: Marie erklärt, dass in Schweden Kinder üblicherweise nur samstags Süssigkeiten essen (dürfen). Diese Tradition heisst „Lördagsgodis“, etwa Samstagssüssigkeiten.  Entsprechend gibt es im Restaurant ein Büffet mit zahlreichen gläsernen Dosen, die mit bunten Leckereien gefüllt sind. Wie in Schweden geläufig, können sich Schleckmäuler und Zuckerschnuten hier eine individuelle Süssigkeiten-Tüte zusammenstellen.

Sonnenberg-Romantik mit Max

Am Fototermin mit Max war ich nicht dabei; noch nicht einmal bei BOOSTR. Zu seinem Lieblingsort, dem Sonnenberg, habe ich allerdings auch einen persönlichen Bezug: Im Rahmen der Hochzeit meiner Eltern fand im gleichnamigen Restaurant das Festessen statt. Seither war ich allerdings nie mehr dort und deshalb umso neugieriger auf die Making-of-Bilder des Shootings. Deren Sichtung löst in mir das aus, was die Philosophie als ästhetische Empathie bezeichnet: Ich setze mich automatisch in die Darstellungen hinein und nähere mich so der abgebildeten Person an, ohne sie tatsächlich zu kennen.

Hier am Schreibtisch in der Sommerhitze sitzend, kommt mir die Winterstimmung auf den Fotos etwas fremd vor. Die kahlen Reben im Weinberg wirken öde im grellen Licht, hinter Stadt und See zeichnen sich die Berge ab und werden in der Ferne zunehmend blassblau. Auf atmosphärischer Ebene transportieren die Aufnahmen etwas, was ich als winterliche Romantik zusammenfassen würde. Klischeehafte Assoziationen wie Melancholie, Rückzug ins Innere, Naturverbundenheit oder Sehnsucht (nach Sonne und Strand) kommen an dieser Stelle wohl jenen in den Sinn, die wie ich – und vielleicht auch Max – eine romantische Ader haben.

Professionelle Fotografie mit der Nikon

Für die Aufnahmen von Zippora, Marie und Max verwendet Markus die Nikon und bereichert wie üblich meinen Einsatz während der Shootings mit einer Prise Fototheorie. So erklärt er mir, dass die Kamera für ihre hohe Auflösung bekannt ist und zudem durch die vielseitigen Objektive überzeugt, die eine enorme kreative Bandbreite ermöglichen. Dank der hochwertigen NIKKOR-Linsen entstehen gestochen scharfe Aufnahmen mit natürlicher Farbgebung – ideal für die Fotoserie mit den open up Mitarbeitenden, die sich stilistisch zwischen Portrait-, Landschafts- und Modefotografie bewegt. Auch die Webnutzung gelingt durch die Nikon bestens. So punktet sie mit effizienten Dateiformaten und bietet Optionen zur Komprimierung, was den Datenaufwand minimiert und die digitale Bildproduktion optimiert. Insgesamt schafft diese technische Ausstattung einen klaren Vorteil im Umgang mit Businessportraits für Online-Auftritte.

Authentizität durch natürliche Businessportraits

Das lebhafte Shooting mit Zippora ist von vielseitigen Interaktionen geprägt. Lichtverhältnisse, Architektur, Strassenverkehr und Bewegung im öffentlichen Raum fliessen als dynamische Elemente in die Bildgestaltung ein. Besonders eindrücklich ist für mich, wie diese Komponenten kreativ genutzt werden: Markus erkennt in jeder Situation neue Bildmöglichkeiten, während Zippora sich aktiv mit feinsinnigen Ideen einbringt.

Auch bei Marie ist die Zusammenarbeit zentral. Ihre Offenheit und die vertraute Atmosphäre im Lieblingslokal führen zu ausdrucksstarken Businessporträts mit persönlichem Bezug.

Wie beschrieben verläuft der Prozess bei Max für mich in umgekehrter Richtung: statt vom Menschen zum Bild führt mich das Bild zum Menschen. Aus dieser Erfahrung ergeben sich wichtige Implikationen für meine Arbeit: Wenn ein Foto Charakter vermittelt, wirkt die Person darauf sofort nahbar. Dies wird neben technischem Wissen erst durch die Wahl des Sujets, Vertrauen in der Zusammenarbeit und eine gelungene Bildgestaltung möglich.

Fazit: Businessportraits mit Persönlichkeit

Businessportraits müssen nicht distanziert und statisch sein. Die Shootings mit Zippora, Marie und Max zeigen mir eindrücklich, wie aus Teamarbeit und kreativem Austausch lebendige und professionelle Corporate Fotos für open up resultieren. Aus meiner Perspektive als Praktikantin wird deutlich, dass durch authentische Bilder nicht nur ein kompetenter Eindruck entsteht, sondern auch eine emotionale Verbindung zwischen rezipierendem Publikum und Unternehmen – ein entscheidender Faktor für moderne Unternehmenskommunikation.

Behind the Scenes beim open-up-Shooting

Danke an alle Beteiligten für ihr tolles Engagement! Die finalen Bilder sind nun auf der Website von open up zu sehen. 
Für alle, die einen Blick hinter die Kamera werfen möchten, finden sich im Anschluss an diesen Beitrag ausgewählte Making-of-Bilder und einige Originale. Hier gibt es noch mehr Einblicke in unsere Arbeit im Bereich der Unternehmensfotografie.