Eine starke Marke braucht starke Bilder. Für Helsana Versicherung durften wir all ihre 40 Verkaufsstellen fotografieren, damit auf Bildern den durchgehend gleichen Bild-Look aufweisen. 3 Monate Arbeit, eine schöne Tour-de-Suisse und der perfekte Corporate Bildstil.

Text & Bild: Markus Mallaun

Helsana Versicherung ist die grösste Krankenkasse der Schweiz und verfügt über 40 Verkaufsstellen, in allen vier Sprachregionen. Wer z.B. auf Google eine Suchanfrage zum Thema Helsana Verkaufsstelle startet, bekommt automatisch die nächst gelegene Helsana Filiale in seiner Region vorgeschlagen. Mit Bild natürlich. Und da die Bilder in der Bildsuche nicht einheitlich waren, wurde hier grossen Wert darauf gelegt, dies zu verbessern.

Corporate Architektur Innenaufnahme einer Verkaufsstelle einer Versicherung mit Mitarbeitern bei der Arbeit

Planung & Organisation sind der Schlüssel zum Erfolg

Wir durften während drei Monaten quer durch die ganze Schweiz reisen und alle 40 Helsana Verkaufsstellen fotografieren. Angegangen haben wir in Zürich. Von dort reisten wir ins Zürcher Oberland, von dort weiter in die Ostschweiz, machten einen Abstecher ins Bündnerland, besuchten den Nord-Westen der Schweiz, tauchten tief in die Romandie, nächtigten in den Bergen im Wallis und genossen Polenta im Tessin.

Was sich so locker flockig anhört, war eine nicht zu unterschätzende Planungs- und Logistik-Leistung. Termine mit allen Filialen und -Verantwortlichen koordinieren, passendes Sonnenwetter zu bestellen und gleichzeitig alle zum Lachen zu bringen, war keine leichte Aufgabe. Wir haben die Tour in verschiedene Blöcke unterteilt und sind dazwischen immer wieder zurück ins Studio gekommen, um Daten zu sichern, erste Bilder zu bearbeiten und Schlecht-Wetter-Fronten auszuweichen.

Frau vor Fabrik und Auto, hinter ganz viel Foto- und Film-Equipment für Architekturfotografie

Qualitätsvorgaben für erfolgreiche Corporate-Architekturfotografie

Bei der gestalterischen Umsetzung waren folgende drei Aspekte wichtig:

  • Gleich bleibende Optik (Linse)
  • Durchgehender Farb- und Bild-Look
  • Es müssen Menschen auf dem Bild erkennbar sein (ohne Gesichtserkennung)

Es sollen Innen- und Aussenaufnahmen produziert werden. Wichtig bei den Innenaufnahmen: Wir brauchen Menschen auf den Bildern (die Filialen sollen belebt sein) – sie dürfen allerdings nicht erkennbar sein. Letzteres haben wir dadurch gelöst, dass wir mit langen Verschlusszeiten gearbeitet haben, um die Bewegungen zu verwischen und die abgebildeten Personen dadurch unkenntlich zu machen.

Aussenaufnahme einer Verkaufsstelle in Zürich mit Tram

Fuji GFX für beste Auflösung

Um maximale Auflösung zu garantieren, haben wir den gesamten Job mit der Fuji GFX fotografiert. Sie sorgte für den unvergleichbar edlen Mittelformat-Look und mit 100MP Auflösung für jede Menge Daten; Wir haben 1.23 TB Bilddaten produziert, um genau zu sein. Zudem haben wir für den grössten Teil der Aufnahmen gleiche Linse verwendet – das Fujinon GF 23mm f4 – mein absolutes Lieblings-Objektiv und hervorragend geeignet für Architekturfotografie.

Fazit

Wie war sie denn nun, die Architektur im Kunsthaus Zürich? Nett, eigentlich. Aber gleichztigig auch extrem langweilig. Ein typischer, zwinglianischer Architekturkompromiss, der ganz bestimmt für ganz viel Harmonie in der Architektur-Projektgruppe gesorgt hat, aber im Internationalen Vergleich so bedeutungslos ist, wie das Gartenhäuschen meiner Tante Frida.

Unter dem Strich also eine weitere verpasste Chance für Zürich, spannende Architektur nach Helvetien zu bringen. Man baut in der Zwingli-Hauptstadt lieber gigantische graue Getreide-Silos oder kastriert Architekturprojekte runter, bis ein schöner Kompromiss entsteht.

Für einige nette Architektur-Fotos reichts allemal, und die Kunst kann durch den schnörkellosen Bau bestimmt „gut atmen“. Mehr aber auch nicht. Schade.

Innenaufnahme einer Verkaufsstelle mit einer Mitarbeiterin und einem Mitarbeiter am Arbeitsplatz, die sich unterhalten

In unseren Showcases finden Sie weitere Beispiele unserer Architekturfotografie.